Eintracht Braunschweig: Mehrere Mutmacher vor dem Endspurt

Zwei schwierige Aufgaben stehen an

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 05.04.25 | 07:21
© IMAGO / Susanne Hübner

Erster Treffer seit November: Rayan Philippe. © IMAGO / Susanne Hübner

Als Adriano Grimaldi kurz nach der Pause den unmittelbar vor der Halbzeit erzielten Ausgleich von Richmond Tachie konterte und den SC Paderborn erneut in Führung brachte, sah es für Eintracht Braunschweig am Freitagabend nach einer weiteren Enttäuschung aus. Doch die der BTSV zerfiel anders als im vorherigen Heimspiel gegen Hertha BSC (1:5) nicht in alle Einzelteile, sondern zeigte eine starke Moral und drehte die Partie tatsächlich noch in einen 3:2-Sieg.

Rayan Philippe, der erstmals seit der 2:3-Niederlage Ende November beim 1. FC Kaiserslautern wieder traf, glich mit seinem zehnten Saisontor aus und der eingewechselte Leon Bell Bell war sogar zum ersten Mal überhaupt im Eintracht-Trikot erfolgreich. Dementsprechend glücklich war der Sommerzugang vom 1. FC Magdeburg, der im Dezember letztmals in der Startelf stand und seitdem nur noch wenig berücksichtigt wurde.

„Es war eine schwere Zeit für mich die letzten Wochen und der Treffer hat mir sehr viel bedeutet. Mir ist viel Last von den Schultern gefallen“, schilderte Bell Bell bei „Sky“ seine persönliche Sicht und betonte zugleich, dass das Innenverhältnis der Mannschaft völlig intakt ist: „Die ganze Mannschaft hat dran geglaubt. Wir haben viel von außen abbekommen, aber intern haben wir immer sehr eng zusammengestanden.“

In Hamburg und gegen Kaiserslautern

Mit dem Ende der Torflaute von Philippe, der an den Tag gelegten Moral und der enormen Unterstützung der Fans gab es bei der Wende gegen Paderborn gleich mehrere Mutmacher und für Sportdirektor Benjamin Kessel auch die Bestätigung, mit der in der Länderspielpause getroffenen Entscheidung für eine weitere Zusammenarbeit mit Trainer Daniel Scherning nicht falsch gelegen zu haben.

„Daniel hat die Energie auch heute wieder auf den Rasen gebracht. Die Jungs folgen ihm“, betonte Kessel, der aber auch um eine sachliche Einordnung der Lage bemüht war. „Bitte die Kirche im Dorf lassen. Das war ein wichtiger Heimsieg, aber wir sind immer noch auf dem Relegationsplatz“, erinnerte Kessel an die nach wie vor angespannte Situation und hatte dabei mutmaßlich auch das anstehende Programm im Hinterkopf.

Denn beim Hamburger SV und gegen den 1. FC Kaiserslautern warten in den nächsten beiden Spielen zwei Gegner aus den Top-3. Um dann erneut Zählbares einfahren zu können, muss die Eintracht wohl eine weitere Schippe draufpacken.

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