Nach dem Aufstieg in die Bundesliga musste die SpVgg Greuther Fürth nach dem Wechsel von Stephan Schröck zur TSG 1899 Hoffenheim gestern den nächsten Rückschlag verkraften, als Manager Rachid Azzouzi seinen Wechsel zum FC St. Pauli bekannt gab. Während noch völlig offen ist, wer die Nachfolge des Deutsch-Marokkaners antritt, droht den Franken unter Umständen sogar noch ein weiterer schwerwiegender Verlust.
Denn nachdem Sercan Sararer am Mittwoch sein Länderspiel-Debüt für die Türkei feiern durfte und beim 3:1 gegen Georgien eine mehr als ordentliche Leistung ablieferte, ist der 22 Jahre alte Fürther bei den Spitzenklubs in seiner Heimat noch mehr ins Visier gerückt als ohnehin schon. Neben Meister Galatasaray Istanbul, der schon seit Wochen interessiert sein soll, hat nun offenbar auch der zweite große Klub aus Istanbul, Fenerbahce, sein Werben noch einmal intensiviert.
Zumindest laut türkischen Medienberichten, deren Wahrheitsgehalt aber erfahrungsgemäß nicht sehr hoch sein muss, sollen sich alle Beteiligten über einen Wechsel sogar schon einig sein und Fürth eine Ablöse in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhalten. Weil Sararers Vertrag aber noch bis 2013 läuft und Fürth keine finanziellen Nöte hat, scheint ein Verkauf des dribbelstarken Flügelspielers für diese Summe nicht sonderlich realistisch.