Mit den Verpflichtungen von Ben Sahar, Sami Allagui und Sandro Wagner ist Hertha BSC in den vergangenen Tagen auf dem Transfermarkt in Vorleistung gegangen. Damit die Transfers der drei Angreifer nachhaltig finanziert werden können und in der Kasse der Berliner kein Loch bleibt, müssen mit Adrian Ramos und Raffael noch zwei Top-Verdiener, die überdies jeweils millionenschwere Ablöse einbringen sollen, abgegeben werden.
Während sich das Interesse an Ramos nach einer schwachen Saison in Grenzen hält, sind auch die Optionen bei Raffael inzwischen überschaubar. So scheint der SSC Neapel kein Interesse mehr zu haben und Borussia Mönchengladbach hat nach dem Königstransfer mit Luuk de Jong keinen finanziellen Spielraum mehr, um den Brasilianer an den Niederrhein zu holen.
Folglich bleibt nur noch Dynamo Kiew, dessen erste Offerte Raffael am vergangenen Wochenende nach einer Unterredung mit seiner Familie abgelehnt haben soll. Inzwischen hat der ukrainische Spitzenklub aber deutlich nachgebessert, sodass der 27-Jährige das Angebot nicht mehr ablehnen könne, wie die “BZ” unter Berufung auf Raffaels Umfeld berichtet.
Weil Kiew Raffael unbedingt möchte und die Ukrainer unter Zeitdruck sind, weil zum einen die Saison in der heimischen Liga schon begonnen hat und in Kürze auch die ersten Qualifikationsspiele zur Champions League anstehen, ist Hertha BSC in einer komfortablen Verhandlungsposition. Laut der “BZ” soll Hertha nun sogar 13 Millionen Euro Ablöse für Raffael verlangen, für den man beispielsweise aus Gladbach wohl kaum mehr als fünf oder sechs Millionen bekommen hätte.