Nach drei absolvierten Partien in der neuen Saison hat die 2. Bundesliga noch keinen Sieger gesehen. Alle drei Spiele am Freitagabend endeten unentschieden, wobei vor allem das Remis von Absteiger und Aufstiegsfavorit Hertha BSC gegen den SC Paderborn überraschend kam.
Berlin war gegen die Ostwestfalen zwar feldüberlegen, kassierte kurz vor der Pause durch Paderborns Neuzugang Deniz Yilmaz aber nach einem schnellen Angriff der Gäste das 0:1. Der eingewechselte Ronny konnte kaum auf dem Platz in der 64. Minute mit einem Distanzschuss ausgleichen, doch trotz weiterer Gelegenheiten gelang der Hertha der ersehnte Führungstreffer nicht. Stattdessen entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin in der 86. Minute nach einem ungestümen Einsteigen von Roman Hubnik gegen Thomas Bertels auf Strafstoß, den Alban Meha zum 2:1 für Paderborn verwandelte. Hertha BSC war vom späten Rückstand aber nicht geschockt und glich nur zwei Minuten später durch Sami Allagui, der nach einem Freistoß von Ronny abstaubte, zum 2:2-Endstand aus.
Mit dem FC St. Pauli kam auch eine zweite Mannschaft, die zum Kreis der Aufstiegsanwärter gezählt wird, nicht über ein Remis hinaus. Obwohl die Kiez-Kicker bei Erzgebirge Aue das bessere Team stellten, reichte es am Ende nur zu einem 0:0, weil die Elf von Trainer Andre Schubert zu fahrlässig mit ihren Chancen umging.
Im dritten Spiel des Tages trennten sich der FC Ingolstadt und Energie Cottbus mit 2:2. In einer mittelmäßigen Zweitligapartie, in Stefan Leitl auf Ingolstädter und Boubacar Sanogo auf Cottbuser Seite jeweils doppelt trafen, entführte der FC Energie einen glücklichen Punkt aus Oberbayern. Die erste Halbzeit gehörte den von Beginn an aggressiv und offensiv agierenden Schanzern, die folgerichtig in der 18. Minute in Führung gingen. Leitl überwand mit einer feinen Einzelleistung die Cottbuser Abwehr und schob den Ball von der Straufraumgrenze freistehend an Kirschbaum vorbei ein. Zehn Minuten später erhöhte der FCI-Kapitän per Handelfmeter zum 2:0-Halbzeitstand, womit die bis dahin harmlosen Cottbuser noch gut bedient waren. Im zweiten Abschnitt gewann der FC Energie gegen zunehmend passiver werdende Ingolstädter immer mehr Spielanteile, tat sich in der Vorwärtsbewegung aber weiterhin schwer und brachte aus dem Spiel heraus kaum Bälle vor das Tor. Bezeichnenderweise fielen Anschluss- und Ausgleichstreffer nach Standards, die Sanogo in der 80. und 88. Minute jeweils aus kurzer Distanz einnickte.